So gut wie möglich oder so gut wie nötig?

August 2024

In diesem Beitrag geht es um Kernkompetenzen, Arbeitsethik und Interessenskonflikte und Kundenorientierung. Doch schön der Reihe nach:

Perfekte Arbeit ist Ihr Erfolgsrezept

In welcher Branche auch immer Sie tätig sind, womit auch immer Sie und Ihr Unternehmen Geld verdienen: Sie wissen, dass die Konkurrenz nicht schläft und Sie bei jedem Auftrag Ihr Bestes geben müssen, um Erfolg zu haben.
Und Sie wissen auch, dass gut genug nicht gut genug ist, sondern dass Ihre Kunden von Ihnen perfekte Arbeit erwarten, auch wenn sie Ihre Offerte gedrückt und den Termin verkürzt haben: Lieber verdienen Sie nur wenig oder nichts an einem Auftrag, als halbbatzige Arbeit abzuliefern, denn Sie haben sich die Messlatte selber hoch gelegt («Auch dort, wo es niemand sieht, ist bei mir alles perfekt.») – und sind auch noch stolz darauf. Zu Recht. Denn Sie sind mit Ihrem Unternehmen erfolgreich, weil Sie in Ihrer Kernkompetenz keine Kompromisse eingehen und stets erstklassige Qualität liefern.

Wir ticken gleich wie Sie  

Es geht uns genau gleich wie Ihnen. In unserem Kerngeschäft können und dürfen wir uns keine Fehler erlauben – die Folgen für unsere Kunden wären höhere Steuerrechnungen, Ärger und Umtriebe mit Amtsstellen, Bussen und Strafen, ungültige Kündigungen, angefochtene Mietzinserhöhungen und viele Unannehmlichkeiten mehr.

Der Interessenskonflikt: Unser Kerngeschäft ist Ihr notwendiges Übel

Er entsteht, weil der Gesetzgeber Sie und Ihr Unternehmen zu einer ordentlichen Buchführung verpflichtet. Dieser Forderung müssen Sie nachkommen, obwohl Sie damit viel Aufwand, keinen Ertrag und nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben: Entweder Sie erledigen die Arbeit selbst (und bezahlen dafür mit Ihrer Zeit) oder beauftragen damit einen Spezialisten (und bezahlen dafür mit Ihrem Ertrag).

Das Dilemma: Wir leben von Ihren Unkosten

Eine Grundregel der Unternehmensführung lautet, die Kosten möglichst tief zu halten und Unkosten wenn immer möglich zu vermeiden. Das Dilemma (und damit der Interessenskonflikt) entsteht, weil die Buchhaltung für Sie ein notwendiges, Unkosten verursachendes Übel ist. Sie ist aber auch unser Kerngeschäft, in dem wir (wie auch Sie in Ihrem) stets perfekte Arbeit abliefern wollen. Das wiederum wäre nicht in Ihrem Interesse, denn perfekte Arbeit hat ihren Preis. Andererseits ist unökonomisch und ineffizient, bei Pflichtaufgaben die Anforderungen zu übertreffen. Denn ein gutes Pferd springt bekanntlich auch nicht höher, als es muss.

So gut wie nötig ist gut genug. Manchmal.

Wir gehen also keine Kompromisse ein und arbeiten kein Yota weniger gut, weniger professionell oder weniger gründlich, wenn wir Ihre Buchhaltung nur so gut wie nötig erledigen und nicht so gut wie möglich. Sondern kosteneffizient. Für Sie als Auftraggeber ist der Unterschied zwischen perfekt und pragmatisch kaum oder nicht erkennbar – ausser bei unserer Rechnung.

Etwas anderes sind Aufgaben, bei denen Sie etwas davon haben, wenn wir so gut wie möglich arbeiten. Bei Jahresabschlüssen zum Beispiel zahlt es sich für Sie aus, wenn wir eine oder zwei Stunden mehr als nötig investieren und so Ihre Steuerrechnung um ein Mehrfaches unserer Kosten reduzieren.

Kosteneffizienz ist ganz in Ihrem Interesse

Als Treuhänder verpflichten wir uns, stets im Interesse unserer Kunden zu handeln. Und da wir stolz sind, die Bedürfnisse unserer Kunden stets bestmöglich zu erfüllen, gibt es für uns keinen Konflikt zwischen Ihren und unseren Interessen. Im Gegenteil: Weil wir wissen, dass unser Kerngeschäft für Sie ein notwendiges Übel darstellt, suchen wir stets nach Möglichkeiten, Ihre Unkosten weiter zu reduzieren. Das kann zum Beispiel eine Lösung sein, bei der Sie etwas mehr Eigenleistungen erbringen, Ihr Aufwand dafür aber deutlich kleiner ist als die Reduktion unserer Kosten.

Nehmen Sie uns beim Wort.